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Nur noch Endspiele!

Sonntag geht es zum STK Eilvese

Artikel vom 24. April 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Von den Wochen der Wahrheit zu sprechen, mag ein bisschen abgedroschen klingen. Aber nach dem 2:0-Sieg gegen Spitzenreiter SC Hemmingen-Westerfeld wird es für den SV Ramlingen/Ehlershausen jetzt erst richtig ernst im Aufstiegskampf. So wichtig schon das Ergebnis vom 27. Spieltag für den Landesliga-Zweiten war, um dranzubleiben: Das Fußballteam von Trainer Philipp Rockahr muss im Endspurt nachlegen. Und das bei einem Restprogramm, das durchaus als kompliziert zu bezeichnen ist. Bereits die nächste Aufgabe beim frischgebackenen Bezirkspokalfinalisten STK Eilvese am Sonntag (15 Uhr) hat es in sich.

    „Die Eilveser sind inzwischen wieder gefestigter“, sagt Rockahr über den Tabellendritten, der aktuell sieben Zähler hinter dem RSE liegt. „Wenn man das große Ziel hat, aufzusteigen, und das haben wir – dann muss man aber jederzeit jeden schlagen können. Überzeugung und Mut sind gefragt. Das müssen wir in den letzten Spielen abrufen.“ Gerade in den Topduellen sei seine Mannschaft „bisher immer auf den Punkt dagewesen“, betont der RSE-Trainer. Darauf hofft er gegen den STK umso mehr, denn mit Niklas Tasky, Utku Kani, Nils Ole Warnecke und Jannes Wöhlken fallen vier Stammkräfte aus.

    "Der RSE ist die Mannschaft der Stunde“

    Am vergangenen Wochenende hatte dieses Quartett – drei davon in der Startelf, Wöhlken wurde eingewechselt – noch mitgeholfen, die lange Hemminger Erfolgsserie (32 Landesligaspiele ohne Niederlage) zu kappen. „Der RSE ist die Mannschaft der Stunde“, meint Eilveses Coach Pascal Preuß. „Wir befinden uns aber in der Luxussituation, weniger Druck zu haben als andere.“ Nach dem Einzug ins Bezirkspokalfinale durch das 2:0 am vergangenen Mittwoch gegen den SV Bruchhausen-Vilsen hat der STK in dieser Saison zwar noch die Aussicht, einen Titel zu gewinnen. Der Meisterschaftszug dürfte bei 13 Punkten hinter den Hemmingern indes abgefahren sein.

    Für Preuß jedoch kein Grund, sich in den nächsten Wochen nur noch auf den Pokal zu konzentrieren. Schließlich kämen nun für den STK die Spiele, die den Club in der Landesliga-Hinrunde, damals noch mit Michael Elfert als Coach, wichtige Punkte gekostet hätten. „Ich habe mir sagen lassen, dass es einiges gutzumachen gibt“, so Preuß. Eine Anspielung etwa auf die Partie in Ramlingen im Oktober, die der STK mit 0:3 verdient verloren hatte. Unter Preuß’ Regie hingegen sind die Eilveser nach der Winterpause immer noch ungeschlagen.

    RSE-Planungen beinahe abgeschlossen, Pawlow nach Eilvese

    Derweil sind die Personalplanungen für die nächste Spielzeit bei beiden Vereinen bereits weit fortgeschritten. „Bei uns ist nur noch eine Planstelle frei“, sagt RSE-Chef Kurt Becker. Nach Zeki Dösemeci (1. FC Wunstorf) und Philipp Kahl (TSV Krähenwinkel/Kaltenweide) wurden außerdem der Eilveser Ioannis Gkegkprifti, Torhüter Eric Schröder (SV Bruchhausen-Vilsen) und Mico Schmidt vom HSC Hannover verpflichtet. Einziger Weggang ist bislang Hannes Müller, der sich dem SV Lindwedel-Hope (Landesliga Lüneburg) anschließt.

    Quelle: Neue Presse, 24.04.26, Dirk Herrmann