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1:2-Niederlage bei TSV Mühlenfeld

Sonntag, 15. März 2026 · 15:00 UhrLandesliga Hannover, 23. Spieltag

Zuschauer: 120

90

War es das schon mit dem Aufstieg?

Spielbericht vom 16. März 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Der SV Ramlingen/Ehlershausen hat in der Landesliga 1:2 beim TSV Mühlenfeld verloren. Der Abstand zum SC Hemmingen-Westerfeld wuchs damit auf satte 14 Punkte. „Es ist nicht gerade einfacher für uns geworden“, sagt Trainer Philipp Rockahr.

    Artikel von Dirk Herrmann, Madsack, NP/HAZ, 16.03.2026, 14:06 Uhr

    Das Interview nach Spielschluss war im Grunde beendet, als Philipp Rockahr von sich aus noch nachhakte. „Ach so“, sagte der Trainer des SV Ramlingen/Ehlershausen. „Ich dachte, Sie wollten auch noch wissen, wie es um die weiteren Aussichten im Aufstiegskampf steht.“ Natürlich hätte man das nach der 1:2 (0:0)-Pleite seines Fußball-Landesligateams beim TSV Mühlenfeld thematisieren können. Deshalb dribbelte Rockahr um die sich selbst gestellte Frage auch nicht lange herum. „Es ist nicht gerade einfacher für uns geworden“, gab er als Antwort.

    Die Saison ist noch lang, aber nach diesem enttäuschenden und nicht ganz unverdienten Ergebnis ist es das für den Tabellenzweiten im Titelrennen möglicherweise schon gewesen. Der Abstand zum SC Hemmingen-Westerfeld wuchs auf satte 14 Punkte an – selbst bei zwei Spielen, die der RSE bislang weniger absolviert hat als der Spitzenreiter, gibt es Stand jetzt kaum Argumente, warum es mit einer Aufholjagd noch klappen sollte. Die späten Mühlenfelder Treffer durch Patrick Mesenbring per Strafstoß (81. Minute) und Justin Drechsler (88.) waren mehr als ein ernüchternder Dämpfer.

    Zumal es dazu nicht hätte kommen müssen. Nach langem, zähem Anrennen war Utku Kani weit in der zweiten Halbzeit gegen einen tief stehenden Gegner endlich das 1:0 für die Gäste gelungen: Er brauchte nach guter Vorarbeit von Jan-Ove Edeling und Luca Mussmann den Ball aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben (71.). Viele der 120 Zuschauer dürften da bereits an die Entscheidung geglaubt haben. „Danach haben wir aber das Verteidigen eingestellt“, sagte Rockahr. „Auch wenn wir momentan Spieler einsetzen müssen, die nicht hundertprozentig fit sind, darf uns das als Spitzenteam nicht passieren.“

    Turbulente Schlussphase

    Die turbulente Schlussphase entschädigte gleichwohl für eine an Höhepunkten arme erste Halbzeit, die auch fußballerisch noch kein Frühlingserwachen war. Das 0:0 zur Pause war noch logisch gewesen, weil der RSE sich zwar zusehends mehr Ballbesitz verschaffte, aber selten wirklich torgefährlich wurde. Die Mühlenfelder versuchten derweil aus einer kompakten Defensive heraus ihr Glück, meistens über die beiden schnellen Außen Drechsler und Felix Berger. Auch der Elf von Ralf Przyklenk fehlte es jedoch an Präzision im Abschluss, wenn sie sich aussichtsreich in Tornähe befand.
    In seinem dritten Spiel als neuer TSV-Coach wäre Przyklenk wahrscheinlich mit dem dritten Remis durchaus zufrieden gewesen. Zumal der RSE seine Offensivbemühungen forcierte und dafür schon kurz nach Wiederanpfiff seinen Abwehrchef Max König auswechselte. Bereits vor dem 0:1 hatte indes auch Przyklenk reagiert und Torjäger Patrick Mesenbring gebracht – ein Wechsel, der große Wirkung zeigen sollte. Erst traf er den Außenpfosten, dann verwandelte Mesenbring, von Niklas Tasky im Ramlinger Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter selbst zum 1:1. Gefolgt von zwei weiteren Chancen für den 29-Jährigen, die RSE-Keeper Colin Stähler jeweils glänzend parierte.

    Am Ende sprangen für die Mühlenfelder trotzdem noch drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt heraus. Ob es Drechsler war oder eher der Ramlinger Patrick Post, der bei seinem Rettungsversuch nach Bergers scharfer Hereingabe den Ball über die Torlinie grätschte, ließ sich schwer erkennen – Przyklenk war’s egal. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat den Kopf nicht in den Sand gesteckt und immer an sich geglaubt“, sagte er.

    Für den RSE hingegen war das 1:2 doppelt ärgerlich. Nach der 0:5-Wertung der Hinrundenpartie in Bavenstedt mussten sich Rockahrs Kicker das erste Mal in dieser Spielzeit nun sportlich geschlagen geben.

     

    Artikel von Dirk Herrmann, Madsack, NP/HAZ, 16.03.2026, 14:06 Uhr

     

    #rseerste